--------------------
 

nicht verfügbar   Ashur 15.03.10
nicht verfügbar   dima2222 18.02.10
nicht verfügbar   Exelero 29.01.10
nicht verfügbar   basimto 22.01.10
nicht verfügbar   TülayB 19.01.10



Sicherheitscode
Los!    Zeige alle
      Volleyball Training
Die aramäisch / assyirsche Kultur

Die Aramäer

Die Aramäer der Gegenwart (Christen) sehen sich als die Nachfahren der antiken Aramäer. Ihre Liturgie- und Alltagssprache ist Aramäisch - in den Kirchen wird vor allem das klassische (Alt-)Syrisch benutzt. Daher nannte und nennt man sie auch christliche Syrer.

Sie selbst oder ihre Herkunftsfamilien gehören verschiedenen heutigen Ostkirchen an: der syrisch-orthodoxen Kirche, syrisch-katholischen Kirche und Alten Kirche des Ostens, aber auch der römisch-katholischen Kirche des lateinischen Ritus oder protestantischen Gemeinden. Sie leben in Staaten des Nahen Ostens sowie zu großen Teilen in der Diaspora, vor allem in Europa und in den USA.

Fremdbezeichnung

Da die traditionelle Sammelbezeichnung von Angehörigen der Kirchen syrischsprachiger Tradition als (christliche) Syrer missverständlich geworden ist und von manchen der Betroffenen abgelehnt wird, besteht ein gewisser Bedarf nach einem eindeutigen und allgemein akzeptierten Ersatznamen. Ob der Versuch, mit der ursprünglichen Bezeichnung "Aramäer" einen solchen anzubieten, Bestand hat, wird sich erweisen. Da er als eine Sammelbezeichnung propagiert wird, kann er in wissenschaftlicher Terminologie nicht an die Stelle genauerer Traditions- und Konfessionsbezeichnungen treten, weil anderenfalls gewichtige historische und gegenwärtige Unterschiede der verschiedenen syrischen Christengruppen eingeebnet würden. Der Name "Syrer" (griech. Syroi, aram. Suryoyo/Suryoye) für die Aramäer ist griechischen Ursprungs und verbreitete sich stark in der Zeit des Hellenismus.

Christianisierung der Aramäer

Da zur Zeit Jesu die aramäische Sprache von Palästina bis zum Perserreich und darüber hinaus verbreitet war, gibt es historisch weder eine einheitliche Christianisierung der Aramäer noch eine allen gemeinsame Kirchengeschichte. Insofern Jesus und seine Jünger eine Form des Aramäischen sprachen, gibt es ein aramäisches Christentum von Anfang an. Jedoch wird es sehr bald von einem Christentum griechischer Sprache überlagert, in der auch das Neue Testament verbreitet, Gottesdienst gefeiert und christliche Theologie betrieben wird. Als theologische und liturgische Sprache wird ein als Syrisch bezeichnetes Aramäisch zunächst besonders im Gebiet von Edessa und sodann in Mesopotamien östlich der Grenzen des Römischen Reiches bedeutsam.

  • Daraus gehen in der Spätantike die beiden großen Kirchen des syrischen Christentums hervor:
    • die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien,
    • die ostsyrische „Kirche des Ostens“.
  • Im Laufe der weiteren Geschichte erlangen zusätzlich Bedeutung
    • die ebenfalls syrische Kirche der Maroniten und
    • die Chaldäisch-Katholische Kirche, der in der Neuzeit mit dem römischen Papst unierte Zweig der „Kirche des Ostens“ (siehe auch Syrische Christen im Irak).

Kleinere aramäisch-sprachige Gruppen gab und gibt es noch heute in den Patriarchaten von Jerusalem und Antiochien der Anhänger des Konzils von Chalkedon. Gemeinsam ist allen genannten Kirchen die Benutzung des (Alt)Syrischen als Liturgiesprache und seit langem die Herrschaft oder Vorherrschaft des Islam in ihren traditionellen Verbreitungsgebieten.

Die Assyrer

Die Bezeichnung einer heutigen Volksgruppe von Ostchristen als Assyrer soll für den Zeitraum seit mindestens 1612 belegt sein. Nachzulesen in der Chronik der karmelitischen Mission in Persien ( "Chronicle of the Carmelites in Persia" ) benennt Paul V. in einem Brief an den persischen Schah Abbas I. (1571–1629) vom 3. November 1612 die syrisch-orthodoxen Jakobiten als Assyrer.

Die heutigen assyrischen Christen leben zumeist im Irak und Iran, in Syrien, im Libanon oder in der westlichen Diaspora (insbesondere in Europa und Amerika). In den alten Siedlungsgebieten in Hakkari und im Tur Abdin in der heutigen Türkei gibt es wegen starker Ab- und Auswanderung kaum noch syrische Christen. Doch im Nordirak, in der Ebene von Mosul und in der Region Bagdad sowie in Nordost-, Zentral-Syrien und drei Dörfern in der Umgebung von Damaskus, darunter Maalula, lebt noch immer eine große Anzahl.

In jüngster Zeit sind die Assyrer in ihrer Heimat wieder verstärkt in Konflikt mit Kurden geraten. Kurdenführer Barzani hatte ihnen 1971 vorgeworfen, in Kirkuk die vom irakischen Regime forcierten Ansiedlungen von Arabern zu unterstützen, um die dortige kurdische Mehrheit zu unterminieren (Le Monde, 25. Mai 1971) Seit den Siegen der US-Alliierten und kurdischer Hilfswilliger über das irakische Regime 1991 und 2003 klagen Assyrer in Kirkuk über eine Vertreibungspolitik der Kurden, die Kirkuk zur Hauptstadt ihrer autonomen Region machen wollen. Nach Angaben assyrischer politischer und gesellschaftlicher Organisationen sowie christlicher Kirchen leiden chaldo-assyrische Christen auch in der Ebene von Mosul unter ähnlichen Repressalien.

Der derzeitige Krieg im Irak macht nach Mitteilung chaldäisch-katholischer Bischöfe die dortige Lage der Christen immer bedrohlicher. Nach Schätzung des Weihbischofs Andreos Abouna sind von zuvor 1,4 Mio Christen jetzt nur noch 600 000 in ihrer irakischen Heimat verblieben. Erzbischof Louis Sako von Kirkuk teilt mit, lediglich im Kurdengebiet sei die Situation noch erträglich. „Es gibt dort Städte. in denen sich die Zahl der Christen innerhalb von drei Jahren verdoppelt hat“.

© Dieser Text wurde von Wikipedia synchronisiert.

 
  Copyright by Suryoye Ruhrgebiet e.V. |  XHTML 1.0 & CSS 2.1 valid W3C standards  |   RSS Feed