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Die syrisch-orthodoxe Minderheit im Südosten der Türkei kämpft um die Erhaltung ihrer Sprache.
Im Tur Abdin, im Südosten der Türkei, leben nur noch wenige syrisch-orthodoxe Christen. Bedroht ist nicht nur ihre aramäische Liturgiesprache, die kaum einer der Angehörigen der religiösen Minderheit versteht, sondern auch die Umgangssprache.
Auf dem verbogenen und verrosteten Strassenschild steht das Wort Anitli und in Klammern Hah. Das ist ungewöhnlich. Anitli ist die türkische Bezeichnung eines kleinen Ortes im Tur Abdin, einem alten Siedlungsgebiet der syrisch-orthodoxen Minderheit im Südosten der Türkei. Hah ist der aramäische Name des Dorfes. Zweisprachige Schilder gibt es sonst in den vorwiegend von Kurden bewohnten Gebieten im Südosten des Landes nicht. Erst kürzlich hat die Regierung im Zuge ihrer neuen Politik gegenüber den Kurden die Wiedereinführung von kurdischen Personen- und Ortsnamen erlaubt. Wir biegen von der Hauptstrasse ab und erreichen nach einer Viertelstunde den kleinen Ort Anitli. Dort befindet sich die Kirche des ehemaligen Mutter-Maria-Klosters aus dem 5. Jahrhundert.
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